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23.05.2018

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HCM & PKD negative Ragdoll Cattery

Infektion mit dem Felinen Immunschwäche Virus

Auszug aus der Broschüre von Laboklin

Was ist FIV?

FIV ist eine Infektion mit dem Felinen Immunschwäche Virus. Dies ist wie HIV des Menschen eine lebenslange Infektion, die die Zellen des Immunsystems befällt. FIV ist weltweit verbreitet. Das Vorkommen in Deutschland liegt bei ca. 3 bis 5,5%. In unserem Labor zeigten sich im Jahr 2003 von den getesteten Tieren 4,8% positiv.


Wie wird FIV übertragen?

Da FIV vor allem durch Bissverletzungen übertragen wird, ist das Vorkommen der infizierten Tiere in der Gruppe der nicht kastrierten Kater über fünf Jahren am höchsten. Katzenwelpen können durch eine infizierte Mutter sowohl während der Trächtigkeit, als auch über die Milch infiziert werden.


Welche Folgen hat eine Infektion mit FIV?

Eine Infektion mit FIV erfolgt meist schon lange Zeit bevor die Katze erstmals schwerwiegende klinische Symptome zeigt. Die Infektionsanzeichen sind zunächst eher unauffällig. Es kommt zu kurzzeitigem Fieber, Fressunlust und Lymphknotenschwellungen. Sehr selten treten schon zu diesem zeitpunkt schwere Verlaufsformen auf. Danach kann die Katze über Monate bis Jahre völlig unauffällig sein. Nach und nach kommt es aber zu einer Erschöpfung des Immunsystems und die Katze beginnt erste Erkrankungen zu entwickeln. Vor allem Erkrankungen der Maulhöhle sind in 30 bis 50% der Fälle zu beobachten. Daneben sind Erkältungen, bis zur Lungenentzündung zu sehen. Erkrankungen der Leber und Niere verschlechtern sich fortschreitend. Hautwunden heilen bei hinzukommenden bakteriellen Infektionen schlecht. In der Endphase der Erkrankung kommt es wie auch beim menschlichen AIDS zum Zusammenbruch des Immunsystems. Allerdings gibt es auch immer wieder Katzen, die obwohl sie infiziert sind, keinerlei FIV bedingten Erkrankungen zeigen und sehr alt werden.


Gibt es eine FIV - Therapie?

Ist eine Katze einmal infiziert gibt es leider keine Möglichkeit das Virus zu eliminieren, da es sich dauerhaft in den Körperzellen verankert aht. Eine relativ aufwändige und teure Therapie kann mit antiviralen HIV Medikamenten aus der Humanmedizin versucht werden, die die Virusbelastung reduziert und so das Immunsystem stärken. Zudem können Medikamente, die in der Lage sind das Immunsystem anzuregen, eingesetzt werden. Begleitend sollte im Bedarfsfall eine Therapie der auftretenden bakteriellen Infektionen und der Organerkrankungen durchgeführt werden. Eine FIV - positive Katze sollte zudem regelmäßig geimpft und entwurmt werden.


Wie groß ist das Risiko, dass andere Katzen im Haushalt auch erkranken?

Glücklicherweise ist das Risiko einer Ansteckung in einer bestehenden, in sich geschlossenen Katzengruppe sehr gering, da es hier in der Regel nicht mehr zu Rangordnungskämpfen kommt. Man sollte aber nach Möglichkeit kein neues Tier in den Haushalt einbringen, um Beißereien - die ja die Hauptinfektionsquelle darstellen - zu verhindern. Katzen, die sich in der "Ruhephase" der Infektion befinden scheiden nur geringfügig Virus mit dem Speichel aus, so dass eine Ansteckung über Futterschalen so gut wie ausgeschlossen werden kann.


Gibt es eine Impfung gegen FIV?

Seit 2002 ist in den USA ein neuer Impfstoff zugelassen. Ersten Studien zufolge kann ein Impfschutz von ca 82% aufgebaut werden. Da es sich allerdings um einen Vollerregerimpfstoff handelt bilden die Katzen genauso wie infizierte Katzen Antikörper aus und sind im Test positiv. Es ist somit keine Unterscheidung zwischen geimpften und infizierten Tieren möglich.

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© Sabrina Domscheit 2017