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16.08.2018

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HCM & PKD negative Ragdoll Cattery

Die Blutgruppenunverträglichkeit bei Zuchttieren

Eigentlich hat die Blutgruppe nicht ernsthaft etwas mit einer Krankheit zu tun, sondern richtet sich eher an Züchter, die eine Katze mit einem Kater verpaaren möchten.

Dennoch halte ich hier die Aufklärung für enorm wichtig, denn das Leben der Jungtiere steht bei einer "falschen" Verpaarung auf dem Spiel, wenn man aus Unwissen handelt.



Die Isoerythrolyse

Eine Todesursache bei neugeborenen Kätzchen die noch gar nicht all zu lang bekannt ist. Sie entsteht dadruch wenn die Katzenbabies eine andere Blutgruppe als ihre Mutter haben - dann bringt diese unwillkürlich ihre Kinder durch die eigene Milch um.

Eine Unverträglichkeitsreaktion ist bei der neonatalen Isoerythrolyse (FNI) festzustellen. Hierbei kommt es bei einer Anpaarung von einer Blutgruppe-B-Mutterkatze mit einem Blutgruppe-A-Kater in 75% zu A bzw. AB Welpen. Die Mutterkatze gibt mit der Milch Anti-A-Alloantikörper an die Welpen weiter. Bei allen A oder AB Welpen kommt es zu einer starken Hämolyse, die innerhalb von wenigen Tagen zum Tod der Welpen führt.

Es muss ein Trauerspiel sein zu sehen wie wenige Stunden alte Kätzchen relativ schnell sterben mit Anzeichen eines Ikterus (Gelbfärbung), braunen Urins und bei gravierenden Formen sogar mit Schwanzblutungen.

Ein Test auf die Blutgruppen der Elterntiere vor der Verpaarung gibt die größtmögliche Sicherheit. Man kann im Voraus abwägen ob man zwei Tiere miteinander verpaart, die von den Blutgrupper her "Risikokitten" hervorbringen könnten, aber weiß man es, so kann man nach der Geburt mit einer Handaufzucht für die ersten 24 Stunden beginnen bevor man die Kitten an der Mutter säugen lässt.

Ist die Darmwand erstmal ausgereift verursacht die "falsche" Blutgruppe keine Probleme bei den Neugeborenen.

Wer sich diesen Aufwand, der mitunter auch Komplikationen mit sich bringen kann, vermeiden will, der wählt am besten Zuchttiere die von der Blutgruppe her "zusammenpassen".



Vererbung

Bei Katzen gibt es die Blutgruppen A und B, in selteneren Fällen auch AB.


Diese werden in einem einfachen autosomal dominanten Erbgang mit zwei Allelen auf dem selben Genort vererbt. Dabei ist A dominant gegenüber B. Katzen mit der Blutgruppe A können daher entweder homozygot (A/A) oder heterozygot (A/B) sein. Tiere mit der Blutgruppe B sind immer homozygot für die Allele B (B/B).



Blutgruppenunverträglichkeit

Alle Tiere besitzen Alloantikörper gegen die heterologe Blutgruppe. So haben Katzen mit der Blutgruppe A Alloantikörper gegen B, und Katzen mit der Blutgruppe B Alloantikörper gegen A. Dabei sind die immunologischen Reaktionen von Katzen mit der Blutgruppe B stärker ausgeprägt als
bei Tieren mit der Blutgruppe A, weshalb es bei nicht kompatiblen Bluttransfusionen bei Blutgruppe B-Tieren zu stärkeren anaphylaktischen Reaktionen kommt als umgekehrt.

Tiere mit der Blutgruppe AB besitzen keine Alloantikörper.

Kommt es zu einer Blutgruppenunverträglichkeit bei einer Transfusion sind die Symptome durch Atemnot, Erbrechen, Speicheln und Ruhelosigkeit gekennzeichnet. Es ist zunächst eine Tachykardie und Dysrhythmie festzustellen, die allerdings zusehends in eine Bradykardie mit atrioventrikulärem Block übergeht, die dann zum Schock führt.

Hämoglobinämie und Hämoglobinurie entstehen durch eine akute intravasale Hämolyse.

Transfundierte Erythrozyten homologer Blutgruppen haben eine Halbwertzeit von 30 - 38 Tagen, bei inkompatiblen Blutgruppen werden die Erythrozyten schon nach Minuten bis Stunden zerstört. 

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© Sabrina Domscheit 2018