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25.10.2018

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HCM & PKD negative Ragdoll Cattery

Mink und Sepia

Buckwheat mit Babies

Schaut man sich die Ursprungstiere der Rasse an, erkennt man, dass die ersten weiblichen Tiere noch nicht viel mit einer Pointkatze zu tun hatten.

 

Die Gründerkatze "Josephine" war eine reinweiße Katze, eine so genannte Solid. "Buckwheat" war eine Burmesen ähnliche Katze, was dem Gencode für eine heutige Sepia-Ragdoll entspricht. Burmesen haben den Gencode cbcb, hingegen hat eine Pointed-Ragdoll das Siamesengen cscs.

 

Verpaart man nun einen Burmesen mit einem Siamesen, so erhält man einen Tonkanesen mit dem Gencode cscb. Dies entspricht der Farbe Mink. Da wir aber von einer Ragdoll sprechen und nicht von orientalischen Katzenrassen, nehmen wir eine Aufteilung in die Varinanten Point, Mink und Sepia innerhalb der Rasse Ragdoll vor.

 

Meiner Recherchen nach gibt es die Minks und Sepias seit Anbeginn der Ragdollzucht, dennoch war vorgesehen, dass nur die pointed Variante als Ragdoll anerkannt wird. Eine Züchtergruppe löste sich also von Ann Baker um auch weitere Farben, bzw. andere Versionen weiter züchten zu können und sie wählten den Namen „Ragamuffin“. Eine Ragamuffin ist vom Ursprung her also nichts anderes als eine Ragdoll mit gleichen Ursprungskatzen und vielen ähnlichen Eigenschaften. Mink und auch Sepia sowie Solid sind in der Ragamuffin anerkannt. Es war bis vor kurzem noch gestattet Ragdolls in die Ragamuffin mit einzukreuzen um diese Rasse zu festigen, da gerade die blauen Augen und der exakte Weißanteil doch sehr schnell verloren geht.
Allerdings ist die Ragamuffin vom Standard her wesentlich toleranter, da JEGLICHER Weißanteil erlaubt ist, von einem kleinen Fleck bis zu einer Van - hier ist sogar eine weiße Schwanzspitze erwünscht, die bei einer Ragdoll zumindest auf Ausstellungen ein absolutes no-go ist. Außerdem ist jede Augenfarbe erlaubt, sogar zwei verscheidene Augenfarben.

Damit die Ragamuffin als eigenständige Rasse angesehen wird, versuchen die wenigen Züchter, die sich bislang dieser Rasse angenommen haben natürlich eigene Merkmale zu erzielen und zu festigen, da sich anders die Frage stellt „warum gibt es diese Rasse überhaupt“.


Die Ragamuffin vereint also Tiere in Pointvariante, in Mink und Sepia, ebenso wie die Solids.
Man könnte sich die Frage stellen warum es auch die Pointedversion in der Ragamuffin gibt, die ja eigentlich der Ragdoll zugeordnet ist, aber in der Minkzucht und Solid-Zucht fallen auch immer wieder pointed Babies, was das Ausschließen derer unmöglich macht.

Die Züchter, die sich der Mink und Sepia innerhalb der RAGDOLL angenommen haben legen sehr viel Wert den Typ der Ragdoll zu wahren. Den Kontrast zu halten auf den Pointkatzenzüchter soviel Wert legen ist durch die Genetik nicht möglich, auch die Augenfarbe ist (außer mäßig bei den Minks) nicht beeinflussbar.


Um aber eine Rasse zur Anerkennung zu bringen, müssen schon sehr viele gute Tiere innerhalb einer Rasse und Farbe gezielt gezüchtet werden um dann mit diesen an einer Anerkennungsshow teilzunehmen. Auf dieser wird dann entschieden ob man die Tiere fortan auf den Ausstellungen im CAC-Status richten wird und die Katzen fähig sind einen Champion Titel zu erlangen.
Wer schon vorher diesen Titel erlangt, kann sich bestätigt fühlen an einen unwissenden Richter geraten zu sein…

Die Züchter der Minks und Sepias wünschen sich natürlich die Anerkennung während Vertreter der traditionellen Ragdoll die Rasse als Pointkatze erhalten möchte. In den Niederlanden sind Minks und Sepias inzwischen (2017) anerkannt.

Dragonder Jordy, red mink mitted
Princess Lia, seal mink mitted

Grundlagen

Wir haben eine schwarze Katze.

Seal bedeutet nichts anderes als Schwarz (in Kombination mit dem point-Gen).

Durch Mutationen verändert sich die Farbe Schwarz:


 

cscs - das Siam-Gen
Es ist eine Mutation zum Vollpigmentierungsgen C. cs verhält sich rezessiv (unterdrückt) zu C und co-dominant (gleich stark) zum Burma-Gen cb.

Das Siam-Gen führt zu einer starken Aufhellung der Körperfarbe. In unserem Beispiel reduziert es das Schwarz zu einer beigen Körperfarbe mit dunkelbraunen Pfoten, Schwanz, Ohren und Gesichtsmaske (den Points) und intensiv blauen Augen.

 

 

cbcb - das Burmesen-Gen

Es ist eine Mutation zum Vollpigmentierungsgen C. cb verhält sich rezessiv (unterdrückt) zu C, ist aber co-dominant (gleich stark) zum Siam-Gen cs.

Das Burma-Gen führt zu einer leichten Aufhellung und reduziert die von uns gewählte Körperfarbe schwarz zu einem dunklen Braun kombiniert mit grün-gelben oder gelben Augen.

 

 

cscb
liegt irgendwo zwischen den Siamabzeichen und dem Burmaabzeichen, aber der Kontrast zwischen der Köperfarbe und der Farbe der Points ist deutlich zu sehen, der Körper selbst ist nicht weiß, sondern hat denselben Farbton wie die Points, jedoch heller. Die Augenfarbe sieht wie grünes Wasser aus, und wird als Aquamarin bezeichnet.

Mink (übersetzt: Nerz)

Der Nerz ist bekannt für seine tolle Fellqualität und für die Weichheit seines Felles.
Traditionelle Ragdolls haben bereits ein sehr weiches seidiges Fell, aber die Minks übertreffen es noch. Die Minks werden im Gegensatz zu den traditionell gefärbten (pointed Ragdolls) nicht weiß geboren, sondern farbig.

Eindeutiges Merkmal der Farbe Mink sind die aquamarin- farbenen Augen.
Diese Augenfarbe ist an die Farbe Mink gekoppelt und variiert ein Wenig zwischen einem Blaugrün bis Grünblau.

Während die pointed Ragdoll einen erheblichen Kontrast zwischen Points und Körperfell zeigt, hat die Mink weniger Kontrast, aber noch erkennbare Abzeichen.

Diese kommen durch die Gene zustande. Bei der Mink sprechen wir von einer Kombination aus dem Siamesengen (cs) und dem Burmesengen (cb) also cscb.

 

 

Blue tortie mink
seal mink mitted

Sepia

Die Sepia hat ein doppeltes Burmesengen und somit einen sehr geringen Kontrast, teilweise fast einfarbig.

An das Burmagen ist wiederum auch die Augenfarbe gebunden, die sowohl grün als auch Bernstein sein kann.

Auch Sepia Kitten werden farbig geboren.

Schaut man sich den Ursprung der Ragdoll an, so ist es naheliegend, dass die Farbe Sepia von der burmesenähnlichen Katze "Buckwheat" stammt.

 

Vererbung:

cbcb (Sepia) x cscs (Point)  = cscb -> alle Kitten haben die Farbe Mink

cbcb (sepia) x cbcb (Sepia) = cbcb -> alle Kitten haben die Farbe Sepia

cbcb (Sepia) x cscb (Mink)  = cscb (50%), cbcb (50%)

Sepia gibt es in folgenden Farben:

  • seal
  • blue
  • chocolate
  • lilac
  • cinnamon
  • fawn
  • red
  • creme
  • seal tortie
  • blue tortie

in den Zeichnungen:

  • solid (einfarbig ohne Weiß)
  • mitted
  • bicolour

jeweils kombiniert mit lynx, smoke und silver.

Blue tortie sepia bicolour
seal tortie sepia

Vererbung

Mink

"cscb"

x pointed

x mink

x sepia

x solid (p)

x solid (m)

x solid *

= mink (x2), pointed (x2)

= sepia (x1), mink (x2), pointed (x1)

= mink (x2), sepia (x2)

= solid (p) (x1), solid (m) (x1), pointed (x1), mink (x1)

= solid (p) (x1), solid (m) (x1), sepia (x1), mink (x1)

= solid (p) (x2), solid (m) (x2)

Sepia

"cbcb"

x pointed

x mink

x sepia

x solid (p)

x solid (m)

x solid *

= 100% mink

= mink (x2), sepia (x2)

= 100% sepia

= solid (m) (x2), mink (x2)

= solid (m) (x2), sepia (x2)

= 100% solid

Besonderheiten

In der Zucht von Minks und Solids fallen auch Pointbabies, was bei der Sepia nicht der Fall ist.

Wie es bei der traditionellen Ragdoll möglich und auch genetisch zwingend vorgeschrieben ist nur Pointed Babies zu erhalten (zwei Pointed Elternteile bekommen ausschließlich pointed Babies), so könnte man auch eine reine Mink und Sepia Zucht anstreben - da es allerdings noch nicht ausreichen typvolle Tiere gibt halte ich persönlich diese Art von Zucht noch zu gewagt. Aber das sei nur meine Meinung.

Modeerscheinung? Es gibt Unterschiede!

Wer sich für eine Mink interessiert oder sogar die Zucht mit diesen anstrebt, der sollte vorher mehrere Züchter ins Visir fassen und ganz klar die Qualität vergleichen.

Dabei sollte man sich die Frage stellen: "Warum möchte ich eine Mink RAGDOLL haben?"

 

Jede Rasse verkörpert einen gewissen Typ und den erreicht man nur durch gute Selektion. Ein Züchter der nur eine Marktlücke füllen möchte, der achtet nicht auf präzise Zeichnung und den Standard einer Katze, sondern darauf möglichst viele Tiere in der seltenen Farbe zu erhalten.

Zwei perfekte Tiere miteinander verpaart gibt keine Garantie für perfekten Nachwuchs, aber zwei ohnehin wenig typvolle Tiere ergeben meistens eher nicht die gewünschten guten Merkmale.

Auch wenn die Mink, Sepia und Solids (noch) nicht anerkannt sind sollte der allgemeine Standard der Ragdoll darauf Anwendung finden, wenn man genetische Aspekte wie den Kontrast und die Augenfarbe unberücksichtigt lässt. 

 

Wem es nur um die Farbe geht, der damit verbundenen abweichenden Fellqualität (Mink = Nerz) oder gerade um eine andere Augenfarbe, der wird sicherlich auch innerhalb anderer Rassen fündig. Deswegen: Wo Ragdoll im Stammbaum steht, da sollte auch eine Ragdoll verkörpert sein!



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