Wie im Bereich "das Aussehen" beschrieben, ist die Ragdoll als Pointkatze anerkannt.
Um die Anerkennung einer Rasse oder neuer Farben innerhalb einer Rasse anerkennen zu lassen, müssen diese erst lange Zeit typvoll gezüchtet werden um an einer speziellen Show teilzunehmen wo die Rasse dann anerkannt werden kann.
So ist es auch bei der Ragdoll. Sie wird nicht nur in den anerkannten Pointvarianten gezüchtet, sondern seit ein Paar Jahren auch vermehrt in den Farben Mink und Sepia sowie einfärbig - die "Solids".
Diese non-pointed Versionen sind bis heute NICHT anerkannt und fraglich ist, ob es jemals zu einer Anerkennung kommt, da die Ragdoll im Standard ganz klar als Pointkatze definiert ist. Die Pointkatze ist durch den genetischen Code „cscs“ gekennzeichnet.
Bei einer Mink reden wir von einem genetischen Code „cscb“ also ein halbes Siamesen- und ein halbes Burmesengen, woraufhin der wesentlich geringere Kontrast zu Stande kommt.
Minks haben auch keine klaren blauen Augen sondern einen Farbton den Züchter „aqua“ nennen, ein blau-grün.
Einigen wirklich hervorragenden Züchtern ist es durch gute Selektion gelungen schon sehr typvolle Minks zu züchten, andere wollen durch diese wirklich seltene Farbe wahrscheinlich eher eine Marktlücke schließen, denn die Minks sind gerade in Deutschland noch nicht sehr häufig anzutreffen.
Die Mink ist in keiner Organisation anerkannt und hat somit keinen CAC-Status auf den Ausstellungen. Bei Richtern, die dennoch die Punkte vergeben liegt wahrscheinlich eine gewisse Ahnungslosigkeit vor.
Dennoch bekommen die Minks teilweise schon ganz normale Stammbäume, andere Vereine fügen den Zusatz „RIEX“ dazu was bedeutet, dass die Farbe nicht anerkannt ist.
Meiner Recherchen nach gibt es die Minks seit Anbeginn der Ragdollzucht, dennoch war vorgesehen, dass nur die pointed Variante als Ragdoll anerkannt wird.
Eine Züchtergruppe löste sich also von Ann Baker um auch weitere Farben, bzw. andere Versionen weiter züchten zu können und sie wählten den Namen „Ragamuffin“.
Eine Ragamuffin ist vom Ursprung her also nichts anderes als eine Ragdoll mit gleichen Ursprungskatzen und vielen ähnlichen Eigenschaften.
Mink und auch Sepia sowie Solid sind in der Ragamuffin anerkannt.
Es war bis vor kurzem noch gestattet Ragdolls in die Ragamuffin mit einzukreuzen um diese Rasse zu festigen, da gerade die blauen Augen und der exakte Weißanteil doch sehr schnell verloren geht.
Allerdings ist die Ragamuffin vom Standard her wesentlich toleranter, da JEGLICHER Weißanteil erlaubt ist, von einem kleinen Fleck bis zu einer Van - hier ist sogar eine weiße Schwanzspitze erwünscht, die bei einer Ragdoll zumindest auf Ausstellungen ein absolutes no-go ist. Außerdem ist jede Augenfarbe erlaubt, sogar zwei verscheidene Augenfarben.
Damit die Ragamuffin als eigenständige Rasse angesehen wird, versuchen die wenigen Züchter, die sich bislang dieser Rasse angenommen haben natürlich eigene Merkmale zu erzielen und zu festigen, da sich anders die Frage stellt „warum gibt es diese Rasse überhaupt“.
Die Ragamuffin vereint also Tiere in Pointvariante, in Mink und Sepia, ebenso wie die Solids.
Man könnte sich die Frage stellen warum es auch die Pointedversion in der Ragamuffin gibt, die ja eigentlich der Ragdoll zugeordnet ist, aber in der Minkzucht und Solid-Zucht fallen auch immer wieder pointed Babies, was das Ausschließen derer unmöglich macht.
Die Züchter, die sich der Mink/ Sepia und Solids innerhalb der RAGDOLL angenommen haben legen sehr viel Wert den Typ der Ragdoll zu wahren. Den Kontrast zu halten auf den Pointkatzenzüchter soviel Wert legen ist durch die Genetik nicht möglich, auch die Augenfarbe ist (außer mäßig bei den Minks) nicht beeinflussbar.
Um aber eine Rasse zur Anerkennung zu bringen, müssen schon sehr viele gute Tiere innerhalb einer Rasse und Farbe gezielt gezüchtet werden um dann mit diesen an einer Anerkennungsshow teilzunehmen. Auf dieser wird dann entschieden ob man die Tiere fortan auf den Ausstellungen im CAC-Status richten wird und die Katzen fähig sind einen Champion Titel zu erlangen.
Wer schon vorher diesen Titel erlangt, kann sich bestätigt fühlen an einen unwissenden Richter geraten zu sein…
Die Züchter der Mink/ Sepia und Solids wünschen sich natürlich die Anerkennung während Vertreter der traditionellen Ragdoll die Rasse als Pointkatze erhalten möchte.
Da es schon seit 1994 die Ragamuffin als eigenständige Rasse - mit selbem Ursprung (Ragdoll) gibt - in dieser alle Varianten (Mink, Sepia, Solid) anerkannt sind - ist zum heutigen Zeitpunkt mehr als unklar, ob es in absehbarer Zeit zu einer Anerkennung kommt.
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