Hier möchte ich das Thema der Ernährung aufgreifen.
Grundsätzlich füttern wir sowohl Trocken- als auch Nassfutter unsere Tendenz geht aber immer mehr zur Rohfütterung, da wir das für die beste Methode halten die Katze artgerecht zu ernähren.
Katzen sind reine Fleischfresser! Die wenigsten herkömmlichen Futtersorten kombinieren alle Bedürfnisse der Katze und stellen eine optimale Ernährung da.
Teilweise sind die Inhaltsstoffe sogar hochgradig gesundheitsgefährdet, denn weder Zucker noch ein hoher Getreideanteil haben etwas im Katzenfutter zu suchen.
Ebenso schaden die chemischen Zusatzstoffe (Lockstoffe), die die Akzeptant steigern den Tieren enorm.
Das Alleinige Füttern von Trockenfutter ist ebenso schädlich, wenn auch bequem. Schon bei einer Menge von 50g Trockenfutter müsste eine Katze 200ml trinken und das schaffen die wenigsten. Wenn dann noch ein hoher Getreideanteil dazukommt, dann ist die Katastrophe perfekt und man kann sehr häufig Nierenprobleme und Harnsteine beobachten.
Der Einfachheit halber greift man also zur guten alten Dose. Tatsächlich gibt es auch einige hochwertige Futtermarken, aber oftmals fehlen hier die genauen Angaben um dies objektiv beurteilen zu können.
Egal welche Art von Futter man betrachtet - der Fleischanteil ist ausschlaggebend und sollte immer an erster Stelle der Zusammensetzung stehen.
Wir barfen nicht komplett aber gehen zu einer Teilrohfütterung über. Einen gewissen Teil kann man barfen ohne das der Zusatz von Vitaminen, Salz etc. nötig ist, ca. 20% ist da sinnvoll.
Wir füttern zum Beispiel Eintagsküken, sowohl gewolft als auch im Ganzen, da hier Federn, Knochen und alle Anteile mitgefressen werden was die artgerechteste Nahrung darstellt.
Zu beachten ist hier, dass man die Menge ganzer Küken beschränkt auf 2-3 Küken pro Katze/ Woche, da in den Küken der Dottersack nicht entfernt wird. Dieser würde bei zu häufiger Gabe für eine Vitamin A Überversorgung führen, was schädlich ist für die Katze.
Macht man sich die Mühe, so makaber das auch scheint und entfernt den Dottersack aus den Küken ist eine häufigere Fütterung möglich.
Unsere Erfahrung ist hier durchaus positiv. Der Stuhlgang der Katzen ist weniger geworden was zugleich bedeutet, dass weniger Abfallstoffe wieder ausgeschieden werden. Die Akzeptanz war bei einem Teil meiner Katzen sofort da, alle anderen werden schrittweise an die neue Fütterung gewöhnt.
(Im Übrigen werden Eintagsküken nicht speziell für diese Zwecke gezüchtet wie es bei Mäusen z.B. der Fall ist, es sind die männlichen Küken die keinen Zweck mehr erfüllen, da überwiegend Hennen in Zuchtbetrieben gebraucht werden.)
Schon immer und bei der Mehrheit meiner Katzen waren rohe Fleischstückchen (Hähnchenbrustfilet oder Rindfleisch) sehr beliebt und wurden gerne angenommen, teilweise kochen wir das Fleisch ab und servieren es warm.
Zudem gibt es nach wie vor Dosenfutter, hier kann man weitreichend variieren und wir legen uns grundsätzlich nicht auf eine Marke fest, da wir unsere Katzen nicht zu mäkeligen Tieren heranziehen möchten.
Im Übrigen ist nicht jedes teure Futter auch das Beste, es gibt auch verhältnismäßig gute Futtersorten, die noch dazu recht günstig sind.
Durchaus zu empfehlen sind:
- Feline Porta 21 (kein Alleinfuttermittel)
- Grau
- Animonda Carny
- Bozita
- Almo Nature (schlechtes Preisleistungsverhältnis wie ich finde)
- Shah von ALDI (nicht ausschließlich)
Trockenfutter gibt es hier nicht mehr zur ständigen Verfügung in rauen Mengen. Hin und wieder ein Paar Bröckchen als Leckerli, ein kleiner Napf der zur Vefügung steht bis er leer ist - das reicht und wird von meinen Ragdolls gut akzeptiert.
Dass Trockenfutter gut für die Zähne sein soll ist ein Gerücht, ein Stück rohes Fleisch was von den Katzen gründlich gekaut wird würde da eher seinen Zweck erfüllen.
Wie schon beschrieben fehlt den Katzen die nötige Flüssigkeitszufuhr, was zur Folge hat, dass der Urin konzentrierter ist und sich leicht Steine bilden Können und die Nieren angegriffen werden.
Die Ernährung der Katze ist kein leichtes Thema und doch kann man einige grundlegende Dinge berücksichtigen:
- Katzen benötigen genügend Füssigkeit, daher ist Nassfutter besser als Trockenfutter.
- Rohfütterung kommt der Natur am nächsten und entspricht einer artgerechten und gesunden Fütterung.
- Der Fleischanteil muss mindestens die Hälfte der Zusammesetzung ausmachen, also mindestens 50% betragen.
- Der Hauptanteil einer Zutat im Futter steht immer an erster Stelle, demnach sollte der Fleischanteil immer ganz vorne stehen.
- Getreide ist nicht gesund für die Katze, darauf sollte in Futtersorten verzichtet werden oder zumindest sehr daran gespart werden.
- Zucker ist ein absolutes Tabu für die Katze - Es fördert zwar die Akzeptanz des Futters ist aber alles andere als gesund.
- Nicht jedes teure Futter ist gut, demnach nicht jedes günstige Futter schlecht.